Georgien: Das Land

Georgien bietet Unternehmensgründern und -gründerinnen viele Chancen. Doch mitunter mangelt es an notwendigem Know-how und an guten Geschäftsideen. Daher sind Georgier, die im Ausland Erfahrungen gesammelt haben, die dort ihr Studium oder ihre Ausbildung absolviert oder gearbeitet haben, in Georgien sehr gefragt.

Bis 2008 befand sich Georgien in einem deutlichen Aufschwung. Mit der weltweiten Finanzkrise und dem georgisch-russischen Krieg fand diese positive Entwicklung ein abruptes Ende. Heute ist Georgien wieder im Kommen: Die Wachstumsraten der Jahre 2011 und 2012 liegen zwischen sechs und sieben Prozent.

Zugegeben: Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Georgien sind nach wie vor nicht einfach. Und doch birgt das Land viele Potenziale. Zu diesem Ergebnis kommt auch der „Doing Business Report“ der Weltbank. Er zählt Georgien zu den zehn wirtschaftsfreundlichsten Ländern der Welt. Das hängt nicht zuletzt mit dem erfolgreichen Kampf gegen Korruption in den vergangenen Jahren zusammen. Unternehmer in Georgien finden heute ein attraktives Investitionsklima vor: Die Gründung eines Unternehmens ist um vieles leichter und weniger bürokratisch als in der Vergangenheit, und auch die Unternehmenssteuern wurden gesenkt. Positiv stimmt auch, dass der seit 2012 amtierende Premierminister Bidsina Iwanischwili insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Unterstützung zugesagt hat.

Aktuelle Geschäftspotenziale in Georgien

Die wohl interessantesten Sektoren für Unternehmensgründer und Investoren sind derzeit das Baugewerbe, der Tourismus und die Landwirtschaft. Die unter Präsident Saakaschwili durchgeführten Maßnahmen gegen Korruption sowie die realisierten Steuersenkungen und Privatisierungen haben zu einem unübersehbaren Bauboom geführt. Die geschwungene Glasbrücke und das futuristische Gebäude der neuen „Public Service Hall“ im historischen Stadtkern von Tiflis sowie die neue Konzerthalle unterhalb des Präsidentenpalastes sind nur einige Beispiele für diesen Boom. Dieser löst in Georgien immer wieder auch kontroverse Diskussionen aus.

Doch Georgien lockt nicht nur Bauunternehmen. Auch immer mehr Touristen zieht es in das Grenzland zwischen Asien und Europa. Der Tourismus hat Tradition in Georgien. Schon zu sowjetischen Zeiten war das Land ein beliebtes Ferienziel, damals allerdings fast ausschließlich für Russen. Sie kamen zur Erholung ans Schwarze Meer, gingen zum Wandern in die Berge und genossen das südländische Flair. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brach der Tourismusmarkt ein.

Heute knüpft Georgien an seine Vergangenheit als beliebte Feriendestination wieder an. Die Anzahl ausländischer Besucher ist im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um fast vierzig Prozent auf 2,8 Millionen Besucher gestiegen. Kein Wunder also, dass sowohl in Tiflis als auch am Schwarzen Meer momentan viel Geld in den Aufbau touristischer Infrastruktur fließt. Das lässt sich am deutlichsten in der Schwarzmeerregion Adscharien beobachten, wo die Bauten internationaler Hotelketten in den Himmel wachsen. Das entzückt nicht jedermann – vor allem auch deshalb, weil die Nachfrage nach Luxushotels sich bisher in Grenzen hält, lockt Georgien doch vor allem Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten mit kleinem und mittlerem Budget. Für sie gibt es noch keine ausreichende touristische Infrastruktur, etwa in Form von Hostels und Hotels der mittleren Preisklasse. Auch das kulinarische Angebot und andere Dienstleistungen für Touristen sind noch stark ausbaufähig. Das heißt im Umkehrschluss: Unternehmer mit guten Geschäftsideen haben hier beste Chancen.

Hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt auch Georgiens Landwirtschaft. Die große Vielfalt an geographischen und klimatischen Bedingungen und die fruchtbaren georgischen Böden bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau landwirtschaftlicher Güter. Doch mangelt es vielerorts an Fachwissen, technischer Ausrüstung und notwendiger Infrastruktur, um das vorhandene Potenzial auch auszuschöpfen.

Es gibt in Deutschland nicht wenige Georgier, die mit dem Gedanken spielen, in Georgien unternehmerisch aktiv zu werden. Zwei Georgier, die diesen Gedanken zu Ende gesponnen und den Schritt in die Selbstständigkeit in Georgien tatsächlich gewagt haben, stellen wir Ihnen hier vor. Wenn auch Sie glauben, dass in Ihnen ein Unternehmer oder eine Unternehmerin steckt, sind Sie bei „Geschäftsideen für Entwicklung“ genau richtig. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Ideen in die Tat umzusetzen und ein erfolgreiches Unternehmen auf den Weg zu bringen.