Georgien: Seminar im Mai

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Teilnehmer beim Georgien-Seminar im Mai in München.

Teilnehmer beim Georgien-Seminar im Mai in München.

Am 10. und 11. Mai 2013 trafen sich 13 Georgierinnen und Georgier in München, um sich über die Chancen und Herausforderungen einer Unternehmensgründung in Georgien auszutauschen. Mit dabei waren auch zwei Experten aus Georgien.

Welche allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen gibt es aktuell in Georgien und welche erfolgversprechenden Geschäftspotenziale ergeben sich daraus für Unternehmensgründer? Was hat sich seit dem Regierungswechsel für Existenzgründer in Georgien verändert? Und: Mit welchen Risiken und Herausforderungen muss man bei der Unternehmensgründung in Georgien rechnen? Um diese und viele andere Fragen ging es bei dem zweitägigen Seminar in München. Aber auch die klassischen Fragestellungen einer Unternehmensgründung kamen nicht zu kurz. Etwa: Wie finde ich heraus, ob meine Geschäftsidee auch tatsächlich funktionieren wird? Wie gehe ich die Marktexploration an? Wie identifiziere ich relevante Marktakteure und stelle Kontakt zu Experten her? Wie komme ich an zuverlässige statistische Daten? Antworten auf all diese Fragen gaben auch zwei Experten aus Georgien: Kakha Kokhreidze, Präsident der „Georgian Small and Medium Enterprises Association“, und George Tevdorashvili, Gründer und Geschäftsführer der Tourismusagentur „Georgia Insight“.

Kakha Kokhreidze informierte in München vor allem über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in Georgien sowie über die Förderangebote für Unternehmensgründer von Seiten der georgischen Regierung. Auch auf die unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung ging Kokhreidze ein. Er zeigte zum Beispiel auf, welche Alternativen es in Georgien zur Aufnahme eines Kredits gibt. Auch die Frage, welche Eigenschaften ein Unternehmer in Georgien unbedingt mitbringen sollte, diskutierte Kokhreidze in München mit den 13 Teilnehmern.

Erfahrungen aus erster Hand bekamen die Gründungsinteressierten dann von George Tevdorashvili. Er gab seine Erfahrungen als Rückkehrer nach Georgien und Unternehmensgründer an die Teilnehmer, die es ihm gleichtun wollen, weiter. Er selbst lebte dreizehn Jahre in Deutschland, bevor er sich in Georgien mit der Tourismusagentur Georgia Insight selbstständig machte. Seit der Gründung seines Unternehmens sind mittlerweile zwei Jahre vergangen. Heute hat Tevdorashvili neun feste Mitarbeiter und die Auftragsbücher seines Unternehmens für die laufende Saison sind gut gefüllt. Das Besondere an seinem Unternehmen: Die Reisen werden je nach Wunsch und Vorstellung des Kunden individuell entworfen.
Gefragt nach den Herausforderungen in den ersten Jahren der Unternehmensgründung, berichtete Tevdorashvili nicht etwa von Problemen mit dem Finanzamt oder von Komplikationen mit den Banken, sondern vielmehr vom nicht immer einfachen Büroalltag und von der Schwierigkeit, gutes, das heißt qualifiziertes und zuverlässiges Personal zu finden. Dennoch ermunterte Tevdorashvili die Teilnehmer, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Sein Fazit: „Georgien ist zwar kein Paradies, aber mit der richtigen Einstellung und Begeisterung kann man sich seine persönliche Oase schaffen.“