Potenziale im Tourismus

Veröffentlicht in Marokko
Moschee Hassan II in Casablanca

Anziehungspunkt für Marokkourlauber: die Moschee Hassan II in Casablanca.

Mit seiner “Vision 2010“ will Marokko jährlich zehn Millionen Touristen ins Land locken. Das sind doppelt so viele wie noch 2001. Rund 20 Prozent des marokkanischen Bruttoinlandproduktes sollen künftig aus der Tourismusbranche kommen. Damit diese Vision wahr wird und Marokkourlauber auch wiederkommen, braucht Marokko nachhaltige und einfallsreiche Konzepte.

Mit zweistelligen Zuwachsraten bei den Besucherzahlen waren in den letzten sechs Jahren die Regionen um Casablanca, Essaouira und Marrakesch am erfolgreichsten. Zusätzliche Touristen kamen in den letzten Jahren vor allem aus Großbritannien, Spanien, Italien und Belgien. An der Spitze mit rund 40 Prozent der Touristen ist jedoch immer noch Frankreich. Die Deutschen haben Marokko bisher noch nicht wirklich für sich entdeckt, hier gibt es noch große Potenziale. Vergessen wird auch oft, dass etwa 45 Prozent der Touristen in Marokko im Ausland lebende Marokkaner sind. Auch für diese Zielgruppe sind spezielle Angebote noch rar.

Vom Tourismussektor gehen positive Impulse in andere Branchen aus. So profitiert etwa die Landwirtschaft von der gestiegenen Nachfrage durch Hotels und Gaststätten. Auch dem Bausektor mangelte es in den letzten Jahren nicht an Aufträgen.
Es gibt allerdings auch Wolken am marokkanischen Tourismushimmel, die nach entsprechendem Know-how verlangen. Denn die vielen neuen Hotels und Riads wollen auch gefüllt und betrieben werden. Gute Marketingstrategien sind deshalb genauso gefragt wie gute Antworten auf immer wichtig werdende ökologische Fragestellungen. Auch gut qualifiziertes Personal und dementsprechende Ausbildungsangebote gibt es noch nicht genug. Im Programm “Geschäftsideen in Marokko“ gibt es derzeit zwei Teilnehmer, die mit ihrer Geschäftsidee hier Abhilfe schaffen möchten.