Zum Beispiel Landwirtschaft

Veröffentlicht in Georgien
Kohlernte in Georgien

Georgiens Landwirtschaft ist wenig produktiv. Auch wenn die Schwemme an Kohlköpfen im November anderes suggeriert.
Foto: Wacho Kuntsev-Gabashvili

Während der Sowjetzeit war Georgiens Landwirtschaft entwickelter als sie es heute ist – und das obwohl in der Landwirtschaft in den letzten Jahren technologisch viele Fortschritte erzielt wurden. Wie niedrig Georgiens landwirtschaftliche Produktivität derzeit ist, zeigen folgende Zahlen: Über 50 Prozent der arbeitenden Georgier sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Aber diese 50 Prozent tragen lediglich 9 Prozent zum nationalen Bruttosozialprodukt bei.

Im Jahr 1990 gab es in Georgien noch über vier Millionen Rinder. Heute sind es nur  noch etwas mehr als eine Million. Oder nehmen wir Tee, Zitrusfrüchte, Laubbäume und Wein. Zu Sowjetzeiten war Georgien für diese Güter noch ein wichtiger Hauptlieferant. Seit dem Ende der Sowjetunion ist die Produktion in einzelnen Bereichen um bis zu 85 Prozent zurückgegangen.

Angesichts dieser bedenklichen Entwicklungen stellt sich das Blog ISET Economist die Fragen: Sind landwirtschaftliche Kleinbetriebe zwingend ineffizient? Steigt die Effizienz mit zunehmender Farmgröße automatisch? Welche Rolle spielt die Tatsache, dass vielerorts einfach Kapital zum Ausbau der landwirtschaftlichen Produktion fehlt? Und wie könnten Kooperativen hier vielleicht Abhilfe schaffen?

Das Blog ISET Economist wird von georgischen Wirtschaftswissenschaftlern in englischer Sprache betrieben. Die Blogger gehen Themen auf den Grund, die Georgien, den Südkaukasus und auch den Rest der Welt bewegen.