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Veröffentlicht in Marokko
Amine Beallamine

Amine Beallamine

Amine Bellamine ist Geschäftsführer und Projektmanager bei CoordiProject S.A.R.L., einem noch jungen Unternehmen mit Sitz in Casablanca. Hier erzählt er, was ihn zur Gründung des Unternehmens bewogen hat.


Vorab: CoordiProject S.A.R.L hat sich auf die Koordination von Projekten zwischen Deutschland und Marokko spezialisiert. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen an im Bereich Aviation, Finanzen, Informationstechnologie, Automatisierungstechnik und Erneubare Energien. Jeder Bereich wird bei CoordiProjekt von Spezialisten mit deutschem Diplom und Erfahrungen im entsprechenden Fachbereich betreut. Amine Bellamine selbst ist Diplom-Ingenieur für Informatik mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik.


Wie ist die Idee zur Gründung Ihres Unternehmens entstanden?

Amine Bellamine: Nach meinem Studium in Deutschland habe ich als Unternehmensberater in der IT-Branche gearbeitet. Durch branchenübergreifende Projekte bei großen und mittelständischen Unternehmen (z.B. Barmer im Gesundheitswesen, Lufthansa Systems in Aviation, Nokia Siemens Network in Telekomunikation, ZEAG Energie AG, Greenpeace Energie, Stadtwerke Kiel und Wuppertal oder Helaba Bank im Bankenbereich) konnte ich sehr gute Erfahrungen im nationalen und internationalen Projektmanagement sammeln. Während dieser Zeit war die Rückkehr in die Heimat immer ein großes Ziel für mich. Gleichzeitig bleibt auch Deutschland eine zweite Heimat für mich.
Nachdem ich Marktstudien in verschiedenen Bereichen durchgeführt hatte, ist es mir gelungen, mich auf die Branchen, in denen es intensive deutsch-marokkanische Zusammenarbeit gibt, einzugrenzen. Anschließend habe ich mich entschieden, eine Firma zu gründen, welche Projektkoordination in diesen Branchen anbietet.

 

Welche Vorteile bietet der Standort Marokko?

AB: Marokko ist das Tor zu Afrika. Viele Investoren und Firmen haben eine Niederlassung ihrer Firma in Marokko gegründet. Seit 2004 hat die marokkanische Wirtschaft einen guten Weg gefunden und wurde von der Finanzkrise nicht sehr stark beeinflusst. Deswegen bleibt Marokko im Moment für ausländische Investoren und Firmen ein attraktives Land und so entstehen laufend neue Projekte.

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Sie durch die Unterschiede zwischen der deutschen und marokkanischen Geschäftskultur?

AB: In der Projektkoordination muss man verschiedene Aspekte betrachten: Sprache, Mentalität, die Wahrnehmung, die Berücksichtigung von Deadlines, das Fachwissen, die Organisation der Arbeit etc. All diese Aspekte spielen bei der Geschäftsabwicklung eine große Rolle und sie unterscheiden sich von einem Land zum anderen. Die Herausforderung besteht darin, dass man als Projektkoordinator immer einen Mittelweg finden muss, so dass beide Parteien am Ende ein gemeinsames Ziel erreichen, zufrieden sind und sich auf eine weitere Zusammenarbeit freuen.

 

Was ist Ihr Ziel für die Zukunft?

AB: Meine Ambition ist die Projektkoordination auf andere nordafrikanische Länder auszuweiten. Unseren ersten Auftrag haben wir bereits erhalten. Es handelt sich um eine deutsche Fluggesellschaft, für die wir Projekte in Tunesien planen und durchführen.